Sonntag, 14. Juni 2009

Urlaub zu Ende und doch geht's hier weiter?

"Schade, das sind die x-Wochen Urlaub wie im Fluge vergangen - aus, vorbei, jetzt geht es wieder in den Alltag." Kennen Sie das Gefühl?
Wir haben da ziemliches Glück, weil wir gerne fotografieren. Gerne ist vielleicht ein wenig untertrieben, denn seit wir dem digitalen Fotografieren verfallen sind, hat sich die Anzahl "geknipster Bilder" mehr als verdoppelt - und früher waren es in der Regel schon um die 25 36-er-Filme pro Urlaub, von den Filmen ganz zu schweigen. Das Tolle daran ist die Nachbereitung - das ist dann immer wieder so ein wenig Eintauchen in das Erlebte und holt in den wieder einsetzenden Arbeitsalltag schöne Stunden in das Bewußtsein.

Also machen wir weiter und stellen die schönen Plätze vor, die wir besuchten und noch nicht erwähnten - Urlaub ist ja nicht zum Bloggen da:-)

Und bevor es dann wieder in die Megalithen geht, hier unsere letzte Station auf dem Weg nach Hause: die Steilküste bei Etretat in der Normandie - ein Wunderwerk der Natur.

Dauer-Regen war vorhergesagt, egal, welchen Wetterdienst wir bemühten. So war es dann auch: Ankunft im strömenden Regen, der auch noch munter auf die Dächer prasselte, als das Licht ausging. Und dann am nächsten (zugleich letzten) Tag: zwar erst wolkenverhangener Himmel, dann aber pustete ein kräftiger Wind das Wolkengemisch hinfort. Und eben Sonne, das Meer, Wellen und Wind haben diese herrlichen Formationen geschaffen, die einfach in ein paar Bildern selbst für sich sprechen mögen.









Der Ort Etretat hat auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu bieten, so dieses "uralte" Hotel.












Wer den Blick schweifen läßt, kann in den Balken vielfältige Schnitzereien entdecken.


Und geneigte Lesende mögen es bemerkt haben: mal keine Steine - Holz ist angesagt.

Samstag, 13. Juni 2009

Und wieder Steine: rosa, gewaltig und nicht von Menschenhand

Eine Küste in Rosa? Das mit dem Rosa hängt ziemlich von den Wetterverhältnissen ab; bei strahlender Sonne, richtigem Lichteinfall und blauem Meer - ja. dann sind sie schon richtig rosa, diese gewaltigem Felsbrocken, die die Cote Granit ausmachen.

Wir haben sie nun schon zu verschiedenen Wetterbedingungen erlebt: stürmisch, neblig, Sonnenschein. Doch egal, welches Wetter herrscht: die Faszination dieser Formationen, die Urgewalten erahnen lassen, ist jedes Mal gegeben. Und wir scheinen nicht die einzigen zu sein: von der eher einsamen Krabbelei in megalithischen Dolmen reiht man sich hier in einen für Juni schon recht beachtlichen Besucherstrom ein.






Einquartiert haben wir uns im eher beschaulichen Tregastel, denn dort entdeckten wir im letzten Jahr ein nettes Hotel mit direkter Sicht auf die ersten rosa Exemplare.










Hier in Tregastel ist alles ein wenig überschaubarer, heimeliger. Im Grunde im Kleinformat alles, was das Urlaubsherz begehrt: gutes Essen, Souvenirshops, Hafen mit schaukelnden Booten und rosa Felsen.







Das unbestrittene Highlight aber ist und bleibt die Region um Ploumanach - hier ballt sich die Urgewalt der Felsen auf Kilometerlänge, leicht bei einem Spaziergang entlang des alten Zöllnerpfades zu erkunden.


Fährt man nach Ploumanach hinein, führt einen der Weg zum Parkplatz, vorbei an etlichen Shops mit bretonischen Souvenirs, Gastronomiebetrieben zwangsläufig hin zum kleinen Strand - dem ersten Aha-Erlebnis.

Felsen, Felsbrocken, Inselchen bieten sich dem Auge dar, und die architektonischen Menschenleistungen aus rosa Granit fügen sich harmonisch in die Willkürlichkeit der Natur ein.

Wem auch nur ein wenig ein "Hang zur Natur" innewohnt, der und die läuft Gefahr, bereits hier auf Entdeckungstour zu gehen und Stunden zu verweilen. Irgendwann aber zieht's einen mit dorthin, wohin alle anderen eilen: ein paar Schritte auf dem sog. Zöllnerpfad zu tun entlang der Küste - das ein oder andere kleine Häuschen oder Türmchen erinnert an die ehemaligen Zollstationen. Und spätestens nach der letzten Wegbiegung liegt die volle Pracht dieser wunderbaren Landschaft vor dem betrachtenden Auge. Einige Eindrücke möge die folgende Bildzusammenstellung geben.

Sonntag, 7. Juni 2009

Episoden eines Tages

Episode 1: Silbensalat


Geneigte Leserin und geneigter Leser werden es bereits kennen: wir sezieren die Landkarten nach Stätten, die uns bisher unbekannt blieben, um diese dann mehr oder weniger zielgerichtet anzusteuern.
Das mit Ziel und dem Mehr oder Weniger ist einfach zu erklären: je nach Landkarte "platscht" das Menhir-Zeichen mitten zwischen Straßen, deren vermeintliche Lücken es durch Vorort-Erkundung zu füllen gilt, und die sich dann im Ansteuern als unwegsamer Feldweg, Sackgasse oder gar nicht da herausstellen.
Obwohl insgesamt herrlich zuverlässig, entpuppt sich unsere neuste Begleiterin namens Silke, ihres Zeichens Navigationsgerät, doch manchmal als offensichtlich mit gleichem Hang zu Verwegenem bestückt wie wir: der ein und andere Feldweg war der Routeneinstellung "Schöne Strecke" zuviel des Guten. Zudem sind die megalithischen Anlagen nicht immer örtlich zuzuordnen, geschweige denn Silke bekannt.





Nähert man sich aber endlich dem Zielobjekt, dann sind die Schwierigkeiten des Findens rasch vergessen, dann heißt es nur noch Schauen, Fotografieren, nach Ritzungen suchen - alles ergänzt um das menschliche Kommunikationsbedürfnis, das Sehen, Erleben und Fühlen auch beim Namen zu nennen.

Allerdings kann es dann schon geschehen, dass mehr Erschöpfung als geahnt die Wortsilben purzeln läßt. Oder wie würden Sie das nennen, wenn es andachtsvoll in den Wald spricht: "Ist das schön hier im Wald - so voller Bäume!".




Episode 2: Stärkung


Was bitte ist ein Rundgang durch eine Stadt anderes als eine Steinbesichtigung? Häuser, Straßenpflaster, und in dem mittelalterlichen Befestigungsanlagen von Port-Louis kilometerlange Wehrmauern.

Schön ist's hier und auf jeden Fall einen Besuch wert - und wer sich durch die Gassen begibt und diese niedliche kleine Lady entdeckt, für den und die ist ein Stop ein absolutes Muß!






Bei "La Petite Charlotte" gibt es Chocolatier-Kunst in Vollendung - alleine die meisterliche Kreation dieses Törtchens verspricht wahre Gaumenfreuden.

Jeder Bissen einfach köstlich. Es ist so ein wenig wie ein gutes Buch zu lesen: gegen Ende liest man immer langsamer, um das absehbare Ende möglichst lange herauszuzögern und im Hochgenuß zu verweilen.




Episode 3: Abgehoben


Hier im Morbihan gibt's Quellen und Brunnen in Hülle und Fülle. Die Bretonen und/oder ihre Vorfahren haben - na was? Steinhäuser drübergebaut natürlich.

So auch bei der Fontaine Maria, die sehr schön gepflegt hergerichtet ist. Nur um die Maria tut's uns leid, weil sie hinter einem recht schmutzigen Plexiglas verborgen ist und so gar nichts von dem Geschehen davor sehen kann.







Entgangen ist ihr dadurch auch, wie 2 dann doch schon etwas ältere Frauen sich ob der Entdeckung eines Spielplatzes nicht mehr beherrschen konnten.

Bedauerlicherweise stellte sich meine Idee, doch noch mal ein wenig zu wippen, als klassisches Eigentor heraus.

Die Videoaufnahmen und immer kläglicher bis fordernder werdenden Bitten, mich doch endlich herunterzulassen, bleiben dem privaten Heimkino vorbehalten - doch treue Leser/-innen unseres Blogs mögen sich vielleicht an einem schwebenden Megalith-Fan ein wenig ergötzen.

Samstag, 6. Juni 2009

Dolmen de Mane Kerioned - immer einen Besuch wert

2001, 2008 und jetzt 2009 - die 3 Dolmen von Mane Kerioned steuern wir jedes Mal an.

Die einzige Veränderung dieses Jahres: der Steinblock, auf dem der französische Staat die Eigentumsverhältnisse klarstellt und den Namen der Stätte preisgibt, weist rot ausgemalte Buchstaben aus, registrierten wir übrigens an vielen Plätzen, die wir aus dem Vorjahr kannten. Gelernt haben wir, dass Steine, die einen roten Punkt besitzen, wieder aufgestellt wurden - zumindest in Carnac.


Irgend etwas muß auch an dieser Stätte dran sein, dass wir nicht nur immer dorthin fahren, was per Fahrrad nicht unbedingt Anreiz bietet, denn die Anlage liegt an einer vielbefahrenen Straße ohne Fahrradweg, sondern auch jedes Mal länger verweilen und nicht nach kundigem Blick in die Runde konstatieren "Prima, noch alles wie es war und Tschüss".




Kleine Analogie zu Goerem: auch hier scheinbar der Weg ins Dunkle, auch hier Taschenlampe vonnöten, um das Wesentliche des Dolmens zu entdecken.

Übrigens: es handelt sich um den rechts gelegenen Dolmen; die beiden anderen sind oberirdisch und ohne Ritzungen.











In Mane Kerioned lassen sich an Ort und Stelle die Ritzungen in den Steinen betrachten und erleben - was auch immer sie bedeuten mögen.













Können Sie sich vorstellen, dass vor Tausenden von Jahren Menschen hier ihre Nachrichten hinterließen, vielleicht Göttinnen und Götter ehrten?











Und wenn auch die ein oder andere neuzeitlich unbeholfen anmutende Ritzung den Weg in einen Stein fand, insgesamt sind wir doch angenehm überrascht, dass die Anlagen, die immerhin frei zugänglich sind, bis auf wenige Ausnahmen unversehrt bewahrt bleiben.

Ein Erlebnis der besonderen Art: der Dolmen von Goerem

Das besterhaltene Beispiel einer megalithischen Grabstätte in rechtwinkliger Bauart, erbaut ca. 3300 v. Chr. - so ist es auf der verfalllenen Tafel des Dolmen von Goerem (Link zur Karte) zu lesen.

So gepriesen auch in Reiseführern liegt es nahe: dieser Dolmen ist ein Muß auf der diesjährigen Megalith-Besuchsliste.

Der als Besterhaltener gepriesene präsentiert sich auf den ersten Blick eher unspektakulär.

Doch Megalith-Erprobte ahnen, dass sich unter diesem Hügel in der Tat Spektakuläres verbergen mag.




Wenn da nicht der recht zugemüllte Eingang die Phantasie Richtung unsachgemäßer heutiger Deponie-Nutzung und potenzielles Umherwuseln aufgescheuchter Nagetiere spriessen ließe.

Wenn da nicht ein umgekipptes Gitter signalisieren könnte: mögliche Gefahr, lieber draußen bleiben.

Und vor allem: das ist so enorm dunkel im Hintergrund...




Aber Neugierde, Abenteuerlust und ein unvermutetes verwegenes Gefühl taten sich zusammen und los ging es Schritt für Schritt, bewappnet mit Stirnlampe, weiterer Taschenlampe und Fotoapparat.

Die ersten zögerlichen Schritte vorsichtig zwischen diversen Abfällen platziert, so ging es den Gang entlang - vom Unrat mal abgesehen: gefühltes bekanntes Territorium: Steine an den Seiten und oben drauf. Spektakulär?





Der Blick in den langen Gang nach Einbiegen in besagten rechten Winkel ließ alles vergessen: den Schmutz, das herabgefallene Gitter, vor allem die Tonnen Erde, die noch über mir waren.
Prachtvoll in der Bauart: große Platten, in deren Zwischenräume mit sicher Hunderten von kleineren Steinen ausgefüllt und damit stabilisiert wurden. Ein Stützpfeiler ungefähr in der Hälfte des Ganges, standsicher seit Jahrtausenden.






Und ganz hinten im dunklen Hintergrund ein schmaler Durchgang in die eigentliche Grabkammer, kaum erkennbar in der Dunkelheit - und die Gewissheit, dass leider 2 Taschenlampen nicht ausreichen, diese - und jetzt ist sie es - spektakuläre Stätte zu beleuchten, um die gebührend fotografisch zu dokumentieren = großes Bedauern.

Fotos gibt es noch, aber leider zu dunkel und nur mit persönlich Erlebtem zu verstehen.


Übrigens: ich habe mich alleine auf Entdeckungstour begeben und gebe zu: es hat mich Überwindung gekostet, in dieses Dunkel einzutauchen. Eine Taschenlampe auf'm Kopf und eine in der Hand waren nicht unbedingt so richtig starke Stützen. Die Vorstellung, eine Grabstätte zu betreten, und die Phantasie, was da noch alles rumliegen könnte, blieben in der Gewissheit, dass alles bestens in Museen bewahrt wird, aus.

Vielleicht war es dann im besonderen dieses vorsichtige Herantasten an die Dunkelheit, die sich durch meine beiden Lämpchen aufhellte und die den Blick auf ein fast einzigartiges Bauwerk freileuchteten, das mich diese uralte Stätte der Menschheit sorgsam und mit Anerkennung für diese baumeisterliche Tätigkeit erleben ließ.
Vielleicht war es aber auch das endlose Gefummel mit Taschenlampe und Fotoapparat, um zumindest eine spärliche Fotoausbeute mit ans Tageslicht zu bringen, die all die anderen eher hemmenden Gedanken und Vorstellungen flugs die Ecke zum Ausgang flitzen ließen.

Mit Sicherheit war es ein ganz besonderes Erlebnis für mich - und so sei jedem Megalith-Fan empfohlen: laßt Euch den Dolmen von Goerem nicht entgehen - und nehmt starke Lampen mit.

Freitag, 5. Juni 2009

Wie Göttinnen in Frankreich

Erinnert sich noch jemand an die Cognac-Werbung "Wenn einem so viel Schönes widerfährt, das ist schon einen ... wert?" Ich ersetze: "...das ist schon ein Erwähnen wert!"

In unserer schnuckeligen Unterkunft - bestens bekannt aus dem Vorjahr - empfing uns auch in diesem Jahr unser Vermieter gewohnt freundlich und aufmerksam.

Da fällt's nicht arg schwer, sich auf Urlaub einzustellen und die Urlaubszeit als Abstandszeit zum Alltäglichen anzugehen.






Geringfügig irritiert waren wir über ein Achtungschild im Garten. Sieht ihm gar nicht ähnlich, das so herumstehen zu lassen.

Sieht ihm doch ähnlich, stellten wir fest, denn diesem Achtungschild wohnt eine besondere Funktion inne: drehen wir es mit der roten Markierung zum Hof hin, bedeutet dies: bitte keine Gartenarbeiten seitens des Vermieters, wir wollen unsere Ruhe haben. Weiße Seite zum Hof = er kann loslegen: Unkraut jäten, Rasen mähen etc. Genial und erwähnenswert, denn nicht oft begegnet einem solche Rücksichtnahme.

Dies allein würde uns nicht zum Göttinnengefühl hochkatapultieren, nein, da ist noch mehr:

  • der Salat, der an der Türe hängt,
  • die Tomaten, frisch gewaschen,
  • die ersten Himbeeren dieses Jahres
  • und die ersten Kartoffel, die am besten schmecken, wenn...

Keine Vollverpflegung, sondern kleine Aufmerksamkeiten aus der Ernte des eigenen Gartens zum Wohlbefinden der Gäste. Nicht alltäglich, oftmals nicht üblich, auf jeden Fall erwähnenswert.

Dass er mein Auto mit beherztem Wasserstrahl von seiner Staub- und Sandschicht befreite, war nicht unbedingt nötig, aber so ganz unter uns: ich habe nichts dagegen und finde es ehrlich gesagt so richtig nett.

Übrigens: unser Vermieter ist nicht der einzig Aufmerksame, Hilfsbereite, dem oder der wir hier begegnen. Seien es Dorfbewohner, die wir nach dem Weg zu einem unserer steinigen Zielobjekte befragen, seien es die Mitarbeiterinnen im Office du Tourisme, die ohne zu Zögern einen Brief in Empfang nehmen, den der Postzusteller an die ausgewiesene Adresse zu liefern unfähig ist - das ist nicht die Bandbreite der verpflichteten Dienstleister, die ihren Job gut machen, sondern das sind die Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes, die offensichtlich einfach nur freundlich, aufmerksam und hilfsbereit sind.

Das ist für uns erwähnenswert. Und das läßt gefühlte Göttinnen wie uns anderen Radlern oder Fußgängern in der flüchtigen Begegnung des Aufeinandertreffens ein munteres Bonjour entgegenschmettern.

Im Gebüsch, da ist doch was...

Eigentlich stand ja Carnac im Vordergrund der gestrigen Radtour; ein ausführlicher Bericht dazu wird noch folgen, denn wir haben es natürlich in diesem Jahr getan wie auch in den Jahren zuvor: Carnac ist immer einen Besuch wert und derart vielfältig, dass wir das Material erst einmal gründlich sortieren müssen.

Ein Blick auf die Karte erübrigt sich zwar fast, aber wir schauten vorsichtshalber doch noch einmal darauf, und schon war es gesschehen: da war dort doch das Symbol für einen Dolmen eingetragen, den wir noch nicht registriert hatten. Kurzentschlossene ändern selbstverständlich ihre Pläne und steuern das Objekt der Begierde an - wir sind Kurzentschlossene.
Unterwegs begegnete uns unerwartet ein weiterer Dolmen unmittelbar an einer Campingplatzeinfahrt. Doch weiter trieb es uns über Waldwege hinein in den kleinen Ort Kerluir. Ein freundlicher Bretone, den wir unterwegs nach dem Weg befragten, wies darauf hin, dass wir schon ein wenig suchen müßten. Das kennen wir ja schon. Obiges Schild verhieß dann nicht nur den Dolmen, sondern zudem einen Menhir.

Blick in die Runde: Wiese, noch mal Wiese, weiter entfernt Wald und vor uns ein scheinbar undurchdringlicher Wust von Gebüsch, zum großen Teil aus klar identifizierbarem ungastlichem Stechginster. Wenn das nicht nach Herausforderung klingt!

Also auf durch's kniehohe Gras und Blicke schweifen lassen. Erfolgreich, denn nach einigen Minuten zeugt in der Ferne die steinerne Standfestigkeit des Menhirs: stimmt, hier gibt es was. Und wo ein Menhir ist, kann eigentlich der Dolmen nicht allzu weit entfernt sein. Doch auf dem Feld ist nichts erkennbar, was den Blick erneut dem besagten Gestrüpphügel zuwendet.





Eine Blume?

Ein kleiner ausgetretener Weg?

Könnte da etwas sein?










Schon darum hat es sich gelohnt, den vermuteten Pfad näher in Augenschein zu nehmen.



















Nun ging es weiter, langsam, Schritt für Schritt, dann eine kleine Biegung und dann gab uns das Gestrüpp den Blick frei auf diesen kleinen Dolmen.






Knubbelig, irgendwie niedlich im Vergleich zu anderen monumentalen Dolmenverwandten, aber standfest mit seiner dicken, großen Platte auf den beiden stämmigen Steinbeinen.

Ein lauschiger Ort mit absoluter Stille bis auf Vogelgezwitscher und Grillenzirpen.

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