Samstag, 6. Juni 2009
Ein Erlebnis der besonderen Art: der Dolmen von Goerem
Freitag, 5. Juni 2009
Wie Göttinnen in Frankreich
Erinnert sich noch jemand an die Cognac-Werbung "Wenn einem so viel Schönes widerfährt, das ist schon einen ... wert?" Ich ersetze: "...das ist schon ein Erwähnen wert!"
In unserer schnuckeligen Unterkunft - bestens bekannt aus dem Vorjahr - empfing uns auch in diesem Jahr unser Vermieter gewohnt freundlich und aufmerksam.
Da fällt's nicht arg schwer, sich auf Urlaub einzustellen und die Urlaubszeit als Abstandszeit zum Alltäglichen anzugehen.
Geringfügig irritiert waren wir über ein Achtungschild im Garten. Sieht ihm gar nicht ähnlich, das so herumstehen zu lassen.
Sieht ihm doch ähnlich, stellten wir fest, denn diesem Achtungschild wohnt eine besondere Funktion inne: drehen wir es mit der roten Markierung zum Hof hin, bedeutet dies: bitte keine Gartenarbeiten seitens des Vermieters, wir wollen unsere Ruhe haben. Weiße Seite zum Hof = er kann loslegen: Unkraut jäten, Rasen mähen etc. Genial und erwähnenswert, denn nicht oft begegnet einem solche Rücksichtnahme.
Dies allein würde uns nicht zum Göttinnengefühl hochkatapultieren, nein, da ist noch mehr:
Keine Vollverpflegung, sondern kleine Aufmerksamkeiten aus der Ernte des eigenen Gartens zum Wohlbefinden der Gäste. Nicht alltäglich, oftmals nicht üblich, auf jeden Fall erwähnenswert.
Dass er mein Auto mit beherztem Wasserstrahl von seiner Staub- und Sandschicht befreite, war nicht unbedingt nötig, aber so ganz unter uns: ich habe nichts dagegen und finde es ehrlich gesagt so richtig nett.
Übrigens: unser Vermieter ist nicht der einzig Aufmerksame, Hilfsbereite, dem oder der wir hier begegnen. Seien es Dorfbewohner, die wir nach dem Weg zu einem unserer steinigen Zielobjekte befragen, seien es die Mitarbeiterinnen im Office du Tourisme, die ohne zu Zögern einen Brief in Empfang nehmen, den der Postzusteller an die ausgewiesene Adresse zu liefern unfähig ist - das ist nicht die Bandbreite der verpflichteten Dienstleister, die ihren Job gut machen, sondern das sind die Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes, die offensichtlich einfach nur freundlich, aufmerksam und hilfsbereit sind.
Das ist für uns erwähnenswert. Und das läßt gefühlte Göttinnen wie uns anderen Radlern oder Fußgängern in der flüchtigen Begegnung des Aufeinandertreffens ein munteres Bonjour entgegenschmettern.
Da fällt's nicht arg schwer, sich auf Urlaub einzustellen und die Urlaubszeit als Abstandszeit zum Alltäglichen anzugehen.
Sieht ihm doch ähnlich, stellten wir fest, denn diesem Achtungschild wohnt eine besondere Funktion inne: drehen wir es mit der roten Markierung zum Hof hin, bedeutet dies: bitte keine Gartenarbeiten seitens des Vermieters, wir wollen unsere Ruhe haben. Weiße Seite zum Hof = er kann loslegen: Unkraut jäten, Rasen mähen etc. Genial und erwähnenswert, denn nicht oft begegnet einem solche Rücksichtnahme.
Dies allein würde uns nicht zum Göttinnengefühl hochkatapultieren, nein, da ist noch mehr:
- der Salat, der an der Türe hängt,
- die Tomaten, frisch gewaschen,
- die ersten Himbeeren dieses Jahres
- und die ersten Kartoffel, die am besten schmecken, wenn...
Keine Vollverpflegung, sondern kleine Aufmerksamkeiten aus der Ernte des eigenen Gartens zum Wohlbefinden der Gäste. Nicht alltäglich, oftmals nicht üblich, auf jeden Fall erwähnenswert.
Dass er mein Auto mit beherztem Wasserstrahl von seiner Staub- und Sandschicht befreite, war nicht unbedingt nötig, aber so ganz unter uns: ich habe nichts dagegen und finde es ehrlich gesagt so richtig nett.
Übrigens: unser Vermieter ist nicht der einzig Aufmerksame, Hilfsbereite, dem oder der wir hier begegnen. Seien es Dorfbewohner, die wir nach dem Weg zu einem unserer steinigen Zielobjekte befragen, seien es die Mitarbeiterinnen im Office du Tourisme, die ohne zu Zögern einen Brief in Empfang nehmen, den der Postzusteller an die ausgewiesene Adresse zu liefern unfähig ist - das ist nicht die Bandbreite der verpflichteten Dienstleister, die ihren Job gut machen, sondern das sind die Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes, die offensichtlich einfach nur freundlich, aufmerksam und hilfsbereit sind.
Das ist für uns erwähnenswert. Und das läßt gefühlte Göttinnen wie uns anderen Radlern oder Fußgängern in der flüchtigen Begegnung des Aufeinandertreffens ein munteres Bonjour entgegenschmettern.
Im Gebüsch, da ist doch was...
Eigentlich stand ja Carnac im Vordergrund der gestrigen Radtour; ein ausführlicher Bericht dazu wird noch folgen, denn wir haben es natürlich in diesem Jahr getan wie auch in den Jahren zuvor: Carnac ist immer einen Besuch wert und derart vielfältig, dass wir das Material erst einmal gründlich sortieren müssen.
Ein Blick auf die Karte erübrigt sich zwar fast, aber wir schauten vorsichtshalber doch noch einmal darauf, und schon war es gesschehen: da war dort doch das Symbol für einen Dolmen eingetragen, den wir noch nicht registriert hatten. Kurzentschlossene ändern selbstverständlich ihre Pläne und steuern das Objekt der Begierde an - wir sind Kurzentschlossene.
Unterwegs begegnete uns unerwartet ein weiterer Dolmen unmittelbar an einer Campingplatzeinfahrt. Doch weiter trieb es uns über Waldwege hinein in den kleinen Ort Kerluir. Ein freundlicher Bretone, den wir unterwegs nach dem Weg befragten, wies darauf hin, dass wir schon ein wenig suchen müßten. Das kennen wir ja schon. Obiges Schild verhieß dann nicht nur den Dolmen, sondern zudem einen Menhir.
Blick in die Runde: Wiese, noch mal Wiese, weiter entfernt Wald und vor uns ein scheinbar undurchdringlicher Wust von Gebüsch, zum großen Teil aus klar identifizierbarem ungastlichem Stechginster. Wenn das nicht nach Herausforderung klingt!
Also auf durch's kniehohe Gras und Blicke schweifen lassen. Erfolgreich, denn nach einigen Minuten zeugt in der Ferne die steinerne Standfestigkeit des Menhirs: stimmt, hier gibt es was. Und wo ein Menhir ist, kann eigentlich der Dolmen nicht allzu weit entfernt sein. Doch auf dem Feld ist nichts erkennbar, was den Blick erneut dem besagten Gestrüpphügel zuwendet.

Eine Blume?
Ein kleiner ausgetretener Weg?
Könnte da etwas sein?

Schon darum hat es sich gelohnt, den vermuteten Pfad näher in Augenschein zu nehmen.

Nun ging es weiter, langsam, Schritt für Schritt, dann eine kleine Biegung und dann gab uns das Gestrüpp den Blick frei auf diesen kleinen Dolmen.

Knubbelig, irgendwie niedlich im Vergleich zu anderen monumentalen Dolmenverwandten, aber standfest mit seiner dicken, großen Platte auf den beiden stämmigen Steinbeinen.
Ein lauschiger Ort mit absoluter Stille bis auf Vogelgezwitscher und Grillenzirpen.
Mehr davon...
Ein Blick auf die Karte erübrigt sich zwar fast, aber wir schauten vorsichtshalber doch noch einmal darauf, und schon war es gesschehen: da war dort doch das Symbol für einen Dolmen eingetragen, den wir noch nicht registriert hatten. Kurzentschlossene ändern selbstverständlich ihre Pläne und steuern das Objekt der Begierde an - wir sind Kurzentschlossene.Unterwegs begegnete uns unerwartet ein weiterer Dolmen unmittelbar an einer Campingplatzeinfahrt. Doch weiter trieb es uns über Waldwege hinein in den kleinen Ort Kerluir. Ein freundlicher Bretone, den wir unterwegs nach dem Weg befragten, wies darauf hin, dass wir schon ein wenig suchen müßten. Das kennen wir ja schon. Obiges Schild verhieß dann nicht nur den Dolmen, sondern zudem einen Menhir.
Blick in die Runde: Wiese, noch mal Wiese, weiter entfernt Wald und vor uns ein scheinbar undurchdringlicher Wust von Gebüsch, zum großen Teil aus klar identifizierbarem ungastlichem Stechginster. Wenn das nicht nach Herausforderung klingt!
Also auf durch's kniehohe Gras und Blicke schweifen lassen. Erfolgreich, denn nach einigen Minuten zeugt in der Ferne die steinerne Standfestigkeit des Menhirs: stimmt, hier gibt es was. Und wo ein Menhir ist, kann eigentlich der Dolmen nicht allzu weit entfernt sein. Doch auf dem Feld ist nichts erkennbar, was den Blick erneut dem besagten Gestrüpphügel zuwendet.

Eine Blume?
Ein kleiner ausgetretener Weg?
Könnte da etwas sein?

Schon darum hat es sich gelohnt, den vermuteten Pfad näher in Augenschein zu nehmen.

Nun ging es weiter, langsam, Schritt für Schritt, dann eine kleine Biegung und dann gab uns das Gestrüpp den Blick frei auf diesen kleinen Dolmen.

Knubbelig, irgendwie niedlich im Vergleich zu anderen monumentalen Dolmenverwandten, aber standfest mit seiner dicken, großen Platte auf den beiden stämmigen Steinbeinen.
Ein lauschiger Ort mit absoluter Stille bis auf Vogelgezwitscher und Grillenzirpen.
Mehr davon...
Donnerstag, 4. Juni 2009
Mal ein etwas anderer Blick: Wasser
Klare Herausforderung für uns, das mit einer 2-stündigen Rundfahrt zu korrigieren. Anbieter derartiger Rundreisen gibt es zuhauf, die vielfältigen Angebote liegen in allen Touristinformationen aus oder sind direkt vor Ort bei den kleinen Agenturen flugs "abzulaufen".
Wählen läßt sich zwischen direktem Ansteuern ausgewählter Inseln, Rundfahrten mit und ohne Inselbesuch. Wir entschieden uns für die Tour ohne Inselbesuch, um möglichst viel des Golfs von Morbihan zu sehen - klein ist er ja nicht gerade mit seinen 40 Inseln und Inselchen (Karte).
Nebenstehendes Bild zeigt nicht unser Ausflugsschiff, obwohl ich zugebe: die Vorstellung, als Kapitänin auf dem kleinen Kutter selbst durch den Golf zu schippern, verkürzte die Wartezeit auf's "ordentliche" Schiff.
Es mag sicher an der frühen Jahreszeit liegen, dass wir weder reservieren noch nach guten Aussichtsplatz an Bord hechten mußten. Im Sommer stellt sich dies mit Sicherheit anders dar.
Ab dann Genießen pur:
Und dann:
Könnt ja was dran sein, wenn die Steine hier noch so rumstehen, oder?
Im Vordergrund die schon fast klein anmutenden Steine, die den Weg ins Wasser zu führen scheinen, im Hintergrund der enorme Hügel von Gavrinis - perfekter geht's nimmer.
Das war es aber auch schon mit "Steinen" auf dieser Rundfahrt - für Liebhaber der Megalithkultur sehenswert, wenn nicht ein Muß, für alle anderen eine Empfehlung: durch den Golf von Morbihan touren, das ist Urlaub.
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Dienstag, 2. Juni 2009
Das hat sich gewaschen

Überall wäre übertrieben, doch in vielen Örtchen entdeckten wir bisher Waschstellen: Miniaturhäuschen über einer Quelle, davor in unterschiedlichen Größen Waschbecken, in denen die Wäsche so richtig in die Mangel genommen werden konnte und mit Sicherheit auch die Top-Neuigkeiten des Dorfes ausgetauscht wurden.
Ein besonders schönes Exemplar liegt an der Straße zwischen Erdeven und Plouharnel (D 781 - aus Erdeven kommend linke Seite hinter dem ersten Kreisel).
Ist das nicht idyllisch?


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