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Dienstag, 2. Juni 2009

Das hat sich gewaschen


Überall wäre übertrieben, doch in vielen Örtchen entdeckten wir bisher Waschstellen: Miniaturhäuschen über einer Quelle, davor in unterschiedlichen Größen Waschbecken, in denen die Wäsche so richtig in die Mangel genommen werden konnte und mit Sicherheit auch die Top-Neuigkeiten des Dorfes ausgetauscht wurden.

Ein besonders schönes Exemplar liegt an der Straße zwischen Erdeven und Plouharnel (D 781 - aus Erdeven kommend linke Seite hinter dem ersten Kreisel).

Ist das nicht idyllisch?

Mittwoch, 27. Mai 2009

Ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit in Erdeven


Es ist ja nun nicht unser erster Aufenthalt hier, und doch haben wir diesen wunderbaren Ort erst jetzt entdeckt und empfehlen allen Freundinnen und Freunden der Megalithkultur: hier lohnt ein Besuch.

Kurz zur Lage: In Erdeven Richtung Reitstall fahren. Direkt gegenüber des Reitstalls befindet sich ein kleiner Graben neben der Straße und im dahinterliegenden Baumbestand versteckt sich dieses Kleinod. Kein Schild weist darauf hin - kein Name ist uns bekannt.

Wir vermögen nur zu spekulieren, ob es sich hier um ein Alignement handelte, ob sich ein Dolmen hier noch verbergen mag. Ob Spekulation oder nicht: die Steine muten gewaltig und zerbrechlich zugleich an, sie ruhen in ihrer derzeitigen Position in sich und bieten Platz für Pflanzen, die sich an den Seiten emporranken, Schmetterlinge, die sich kurzzeitig niederlassen, Käfer und sonstiges Getier finden Unterkunft.

Und kurzseitig auch der Mensch, der unerwartet auf diesen Ort der Ruhe trifft. Diese Anlage gehört für uns zur Gruppe derjenigen, deren Ausstrahlung sich nur schwerlich in Worte fassen läßt: es ist nicht der Stein als solches (mit Verlaub: dafür liegen hier einfach viel zu viele herum), es ist nicht die Umgebung der Anlage (Straße und Reitstall vor der Türe verlocken nicht unbedingt zu mystischen Gedanken), es ist ebenso wenig eine starke Einbildungskraft der Besuchenden (schon kaum mehr zählbar, wie viele Anlagen wir besuchten) - nein, es muß einfach etwas anderes sein, dass bei einigen Anlagen Besuchende innehalten und verweilen läßt.

Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, das Warum zu ergründen - wir haben uns auf's Genießen dieses Platzes beschränkt; das war mehr als genug.

Freitag, 11. Juli 2008

Ein wenig zu Erdeven und der Umgegend

Erdeven liegt an der Straße D781 und ist ein idealer Ausgangspunkt für megalithische Entdeckungstouren. Fernab von dem "Rummel in Carnac" lassen sich die einzelnen Stätten auf schönen Rundwegen erkunden. Wir waren mit den Rädern unterwegs, was auf den Waldwegen ohne Probleme möglich ist. Klar, wenn es wie aus Eimern geregnet hat, sind die Wege schon etwas matschig, wie das dann halt im Wald so ist. Zu Fuß ist es dann aber auch nicht unbedingt schöner.

Eine Karte auf der Tourismus-Website von Erdeven weist die Rundwege und Anlagen aus. Die eingezeichnete Tour läßt sich (per Rad bei gemächlichem Fahren) locker in einem Tag bewältigen. Ein Tipp: auf der Tourismus-Seite auf "Plan" klicken - Entfernungen, Rundwege werden, nett aufbereitet, angezeigt.

Im Ort selbst ist nicht arg viel zu sehen; ein Besuch im Touristenbüro lohnt alleine schon wegen der Freundlichkeit, mit der einem geholfen wird. "Gefährlich" kann das Geschäft direkt gegenüber werden, das neben Souvenirs all die Gegenstände führt, an die man bisher noch gar nicht dachte, sie zu erwerben. Einkaufen läßt es sich hier auch gut wie überall in den etwas größeren Orten. Supermärkte sind in der Regel am Kreisverkehr gelegen (Tipp: die Tankstellen dort sind meist am günstigsten), einige Märkte führen auch Bioprodukte.